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Zitate bekannter Personen der Zeitgeschichte

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Es ist besser, etwas gehabt und wieder verloren
zu haben, als es nie gehabt zu haben.
Walisisches Sprichwort
Wir wissen nichts vom Leben,
wie können wir etwas vom Tod wissen.
der chinesische Philosoph Konfuzius vor rund 2300 Jahren
Wenn wir leben, sind wir nicht tot,
wenn wir tot sind, leben wir nicht.
so der Grieche Epikur vor mehr als 2000 Jahren zu seinen
Jüngern
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Der Tod kommt nur einmal, und doch macht er sich in allen
Augenblicken des Lebens fühlbar.
Es ist herber, ihn zu fürchten, als ihn zu erleiden.
Jean de La Bruyère
Jeder Augenblick im Leben ist ein Schritt zum Tode hin.
Corneille, «Titus und Berenice»
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das weiß, dass es sterben wird.
Die Verdrängung dieses Wissens ist das einzige Drama des Menschen.
Friedrich Dürrenmatt [1921-1990]; schweiz. Dramatiker
Das Bewusstsein unserer Sterblichkeit ist ein köstliches Geschenk,
nicht die Sterblichkeit allein, die wir mit den Molchen teilen,
sondern unser Bewusstsein davon. Das macht unser Dasein erst
menschlich.
Max Frisch, «Tagebuch 1946-1949»
Das Leben ist ein ewiges Werden.
Sich für geworden halten heißt sich töten.
Friedrich Hebbel
Am Schluss ist das Leben nur eine Summe aus wenigen Stunden, auf die
man zulebte. Sie sind; alles andere ist nur ein langes Warten gewesen.
Erhart Kästner
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Gäbe es das Wort ›Tod‹ in unserem Sprachschatz nicht, wären die
großen Werke der Literatur nie geschrieben worden.
Arthur Koestler, «Mensch»
Man stirbt, wie man lebte; das Sterben gehört zum Leben, nicht zum
Tod.
Ludwig Marcuse
Der Tod geht zwei Schritte hinter dir.
Nütze den Vorsprung und lebe.
Werner Mitsch
Der Tod ist die Ruhe, aber der Gedanke an den Tod ist der Störer
jeglicher Ruhe.
Cesare Pavese
Da man in das Leben sich hat fügen müssen, wie viel leichter sollte
man sich in den Tod fügen können.
Wilhelm Raabe
Wenn ich täglich befürchte, die um mich sind, morgen nicht
wiedersehen zu können, habe ich anders Umgang mit ihnen, als wenn ich
zu wissen glaube, mich morgen schon wieder über sie ärgern zu müssen.
Wolfdietrich Schnurre, «Schattenfotograf»
Wer den Tod fürchtet, hat das Leben verloren.
Johann Gottfried Seume, «Apokryphen»
Sterben ist das Auslöschen der Lampe im Morgenlicht, nicht das Auslöschen
der Sonne.
Rabindranath Tagore
Dies ist die wahrste aller Demokratien, die Demokratie des Todes.
Kurt Tucholsky
Wir kümmern uns nicht, dass wir nicht da gewesen sind, ehe wir
geboren wurden. Warum uns kümmern, nicht mehr da zu sein, wenn wir
gestorben sind?
Karl Julius Weber
Am Grab der meisten Menschen trauert, tief verschleiert, ihr
ungelebtes Leben.
Georg Jellinek (1851-1911), dt. Rechtswissenschaftler
Bei Trauer bringe man sein ganzes Leid zum Ausdruck, aber man
übertreibe nicht.
Konfuzius (551-479 v.Chr.), chin. Philosoph, bestimmend für die
Gesellschafts- u. Sozialordnung Chinas
Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon.
Jean de La Fontaine (1621-95), frz. Dichter
Wolken ziehen schnell vorüber, und die Sonne scheint jeden
Tag.
Rabindranath Tagore (1861-1941), ind. Dichter u. Philosoph, 1913
Nobelpreis für Literatur
Ubi dubium, ibi libertas
Wo der Zweifel ist, da ist die Freiheit.
Lateinisches Sprichwort

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Stollbergs
Inferno
von M. S. Salomon
Preis: EUR 16,00 Broschiert - 240 Seiten - Alibri, Oktober 2002
Kurzbeschreibung
Ein Philosophie-Thriller über die Hölle, die Revolte und das Absurde. Der Religionskritiker Jan Stollberg stirbt während einer Vorlesung und findet sich, zu seinem maßlosen Erstaunen und Entsetzen, in der christlichen Vorhölle wieder, die tatsächlich so aussieht, wie die katholische Kirche es seit Jahrhunderten predigt. Wie er sind dort alle Philosophen gefangen, die aufklärerisches Gedankengut vertreten haben, von Immanuel Kant bis Friedrich Nietzsche, von Karl Marx bis Albert Camus. Der unmittelbar bevorstehende Abtransport Ludwig Feuerbachs zur "Himmlischen Rampe" wird für die gepeinigten Gefangenen zum Anlaß, die höllischen Zustände nicht länger nur zu interpretieren, sondern sie zu verändern - sie planen den Aufstand gegen die Diktatur Gottes... Stollbergs Inferno ist ein spannender philosophischer Roman, der den Lesern in den Dialogen der gefangenen Philosophen die Erkenntnisse der großen Denker der Menschheit auf unterhaltsame, aber nie verniedlichende Weise näher bringt. Als kritisches Update zu Dantes Göttlicher Komödie gibt der Roman einen rasanten Überblick über 500 Jahre Kulturgeschichte. In gewisser Weise kann das Buch als "Sophies Welt für Erwachsene" gelesen werden - nicht nur wegen Stolbergs amouröser Abenteuer in der "Vorhölle der Unkeuschen", sondern vor allem, weil es um die "letzten Fragen" geht, um den Kampf mit dem Absurden, den letztlich wohl vergeblichen Versuch, der endlichen menschlichen Existenz dauerhaften Sinn zu verleihen. |
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