23.01.10 23:36 Vivo 
 | Ich habe mit 13 meine über ALLES geliebte mama verloren! Ich fühle mich so leer.
Hier mein Leben in Kurzgeschichte (wenn das geht): Meinen Vater habe ich nie kennengelernt. Ich bin Einzelkind und habe allein mit meiner Mutter gelebt. Sie wurde immer kränker.. Feb. 07 wurde Brustkrebs festgestellt. Dieser konnte erfolgreich behandelt werden. Dann, 2009: Meine Mama hat 5 verschiedene Krebsarten! Ihr erster Krebs hat gestreut! Lungenkrebs, Brustkrebs, Hautkrebs, und noch 2 andere.....
Sie hat soo sehr gekämpft!!!! Sie wurde ins Krankenhaus gebracht und ich kam in eine fürchterliche Pflegefamilie. Genau 1 Monat verging, als meine Pflegemutter mir sagte, dass es meiner Mutter sehr schlecht geht und sie jetzt ins Krankenhaus fährt. Meine Mama wollte nicht das ich mitkomme, doch ich konnte nicht anders. Da lag sie da.. die Augen zu, entkräftet, mit Glatze, heftig am Schwitzen, blaue Lippen und kaum ansprechbar.....
Ich nahm ihre Hand. Sie merkte das ich da war..... 3 Tage zuvor hat sie mich gefragt: "Ist es in Ordnung für dich wenn ich gehe?"
Das war es natürlich nicht. Doch ich sah sie an und schaute in ihr gequältes Gesicht und sagte: "Es ist in Ordnung."
Sie lag da und es kam ein Pfarrer. Er hatte 2 Engel aus Holz. Er gab mir beide und sagte: "Hier, einer ist für dich. Den anderen gib deiner Mutter." Und ich gab ihr den Engel in die Hand.
Dann ging ich aus dem Zimmer und rief meine besten Freunde an. Es waren schon einige gekommen die ich aus letzter Zeit kannte. Und endlich kam mein Freund. Ich drückte ihn fest und er sprach mir Mut zu. Dann ist sie gestorben.
Halbes Jahr später
Ich hasse meine Pflegefamilie, wo ich zu der Zeit immer noch war. Es gab für mich keine Trauerbegleitung oder desgleichen. Ich sagte dem Jugendamt deutlich, dass ich in eine andere Pflegefamilie möchte. Dann hat es 2 Moante gedauert. Ich kam in eine andere Pflegefamilie und dachte ich fühlte mich wohl... IRRTUM!! Die Familie war auf eine andere Weise viel schlimmer als die erste...
Sie dachten man geht mir einmal durch meine lockigen Haare und schon sei ich zufriedend gestellt. Doch falsch gedacht. Nur das konnten die nicht zugeben und haben alles auf mich geschoben worauf ich ziemlich depressiv und kaum ansprechbar wurde. Beispiel: sie rufen mich zum Essen. Ich komme runter und werde angemeckert dass ich mich "anschleiche". Dabei wollte ich nur leise sein weil grad telefoniert wurde..: cry: . Doch es gab Hoffnung für mich: Freunde von der 2ten Pflegefamilie wurden auf mich aufmerksam und ließen sich nicht von meiner Pflegefamilie täuschen. Sie haben sich ein eigenes Bild gemacht. Und dies sind heute meine besten Freunde die es gibt: eine Familie: Zwillinge, eine Mutter, ein Vater, und ein Hund.
Sie kämpfen grade um meine Vormundschaft. Ich bin heute bei ihnen zu Besuch. Leben tue ich in einer Außenwohngruppe (awg). Das ist so ähnlich wie ein Heim nur viel persönlicher, mit weniger Kinder, Betreuer die extra für dich da sind (Mentoren) und mit Ausgang.
Ich bin jetzt 14 und weine noch o |
12.08.10 00:19 eva31 
 | Re: Ich habe mit 13 meine über ALLES geliebte mama verloren! ich habe deine Geschichte gelesen und muss schon zugeben, es hat mich sehr erschüttert. Ich habe vor kurzem auch meine Mama verloren und vor einigen Jahren meinen Vater. Ich bin zwar bereits 31 Jahre und dennoch ist die Sehnsucht nach meinen Eltern sehr sehr groß. Vor allem die Mutter, ist und bleibt die treueste und ehrlichste Lebensbegleiterin und die beste Beraterin. Eine Mutter lässt dich nie im Stich. So und nicht anders ist das, auch wenn du sie nicht mehr siehst und nicht mehr hörst, wird sie dich begleiten. Vielleicht wirst du es merken in dem einen oder anderem Moment oder du spürst es nicht und trotzdem begleitet dich ihr guter Geist. Die Seele deiner Mutter umgibt dich einfach, denn aus ihr bist du gekommen und das Kind und die Mutter gehören einfach zusammen, sodass nicht einmal der Tod sie wirklich trennen kann. Je jünger man ist, um so mehr braucht man die Eltern,um so schlimmer ist der Verlust, wenn die Eltern einfach von heut auf morgen weg sind,vor allem die Mutter. Der liebe Gott war streng mit dir und der Verlust deiner Mutter ist die härteste Probe in deinem Leben. Deine Zukunft wird nicht einfach und niemand wird es so schnell schaffen,dein Vertrauen voll und ganz zu gewinnen. Du wirst noch viele Enttäuschungen erleben, weil es niemanden auf Erden gibt, der dich so liebt wie die Mutter. Man kann sich mit der Mutter streiten, man kann sich anzicken, aber enttäuscht ist man nicht, weil man weiß, dass die Mutter einen liebt so wie man ist. Du bist in einem Alter, wo du deine Mutter einfach noch gebraucht hättest.Egal welche Leute du triffst in der nächsten Zeit, sei glücklich und schätze es, wenn sie dir helfen. Sei nicht böse auf diese Leute wenn sie dich dann doch enttäuschen, denn die Liebe die dir deine Mama gegeben hat, bekommst du nicht von ihnen. Sie enttäuschen dich nicht absichtlich, auch wenn es dir hin und wieder so vorkommt. Aber sie tun es nicht um dich zu verletzen,sondern weil sie es nicht schaffen so tief zu deinem Herzen druch zu dringen, wie es deine Mutter konnte. Auch wenn du Musik nicht sehen kannst, dennnoch gibt es sie. Auch wenn du Farben nicht hören kannst, sie umgeben dich. Deine Mutter kannst du nun zwar weder hören noch sehen, dennoch umgibt sie dich. Du kannst sie nur nicht mit deinen fünf einfachen Sinnen wahrnehmen, aber sie ist bei dir. Sie wird dich immer begleiten. Ich gebe dir einen Tip: Höre auf dein Herz. Da gibt es tief im Herzen oftmals hin und wieder eine Stimme.Achte genau darauf, wenn du eine Entscheidung fällst, was dein Herz dir sagt. Schreibe dir die schönen Erinnerungen auf, die du mit deiner Mutter hattest, damit du diese Momene niemals vergessen kannst. Schaue dir Fotos an von deiner Mama und vielleicht kannst du dich noch an diese schönen Momente erinnern.Du wirst noch viele Leute begegen und deine Mutter wird ihre schützende Hand über dich halten. So wirst du trotz Schwierigkeiten einiges schaffen. Sei immer ehrlich zu dir selbst.Deine Mama ist bei dir. |