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Forum » Ich habe meine Eltern verloren » ein kleiner ausschnitt aus meinem leben
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25.09.09 08:36
warum_weiterleben



ein kleiner ausschnitt aus meinem leben

hy an alle die das lesen !!

ich bin sandy ich bin neu hier ich habe diese seite heute erst gefunden da heute wieder mal so ein tag ist wo ich meine eltern sehr vermisse meine eltern sind schon mehr als 10 jahre tod und ich habe es noch immer nicht verkraftet
ich rede mir immer noch ein das sie nur auf urlaub sind und ich sie bald wieder sehen werde
jedoch sagt mir jeder der mich kennt das es nicht stimmt das ich sie nie wieder sehen werde das schmerzt ein wenig aber es hilft nichts ich glaube es ihnen einfach nicht
ich habe meinen vater verloren da war ich gerade mal 14 eine mutter habe ich verloren da war ich 15 und mein erstes kind habe ich bekommen da war ich 16
mein bruder wußte nichts besseres zu tun als mich einen tag vor weihnachten ins heim zu stecken
es hat mir das herz noch mals gebrochen
in den letzten 12 jahren haben wir uns wieder ein wenig versöhnt jedoch vergesse kann ich das ganze noch nicht
momentan habe ich wieder die phase wo ich mir denke für was weiter leben
meine kinder wo die zahl mittlerweile auf 3 angestiegen ist haben doch einen vater der sich wundervoll um die kinder sorgen wird oder etwa nicht
ich hatte mal die kraft nein zu sagen nein ich will nicht sterben aber ich spüre wie diese kraft von tag zu tag abnimmt
ich spüre das ich nicht mehr leben will obwohl ich alles für meine kinder tun würde ich weiß nicht ob ich auch noch für meine kinder weiter leben möchte
ich meine ich möchte sie schon aufwachsen sehe den ersten freund bzw freundin aber ich weiß nicht was mehr gewicht hat die sehnsucht zu meinem vater oder das gewicht meiner kinder
ich weiß das die kinder vorgehen sollten aber ich bin im moment alleine mit meinen problemen auf der welt und kein mensch versteht mich
ich weiß echt nicht mehr wie ich mir helfen soll
dann der größte schock war vor einem jahr als die liebe meines lebens auch noch gestorben ist ich dachte ich muß auch sterben und seit jenem tag nimmt auch die lebenskraft immer mehr ab
ich denke ich sehne mich mehr nach der liebe als nach meinen kidern ich bin doch eine schlechte mutter
habe ich solche herzigen kinder überhaupt verdient
ich weiß es nicht kann mir wer rat geben was ich am besten tun sollte ich weiß weder ein noch aus
ich brauche dringend wem zum reden
mit einer theraphie habe ich es auch schon versucht jedoch ohne erfolg ich habe antidepressiva bekommen von dennen ich nur noch depressiver geworden bin daher habe ich sie von alleine wieder abgesetzt und bin nicht wieder hingegangen
meine älterste die mittlerweile 10 jahre ist macht es mir im moment auch nicht gerade leicht sie lässt sehr nach in der schule letztes jahr hat sie 2 monate keine aufgabe gebracht und ich weiß echt weder ein noch aus ich hoffe meine zeilen liest irgendwer der mir ein klein wenig weiter helfen würde

mfg sandy

08.05.10 20:53
xyry


Re: ein kleiner ausschnitt aus meinem leben

Hallo Sandy,

können gerne reden mal, leider bin ich ein bisschen spät mit antworten dran...

Fühle mich immer wieder so. Habe 2006 meinen Papa verloren. Davor is alles schon über uns eingestürzt.. dann wurde mir das genommen, woran sich mein Herz noch klammerte: "Solange er da ist, ist alles noch gut.."

Fühl mich so alleine manchmal. Kann grad nicht mehr schreiben.

Vielleicht bis bald,

Kathi

04.06.10 17:44
waggi



Re: ein kleiner ausschnitt aus meinem leben

Hallo!
Das klingt ja ganz dramatisch. Ich und meine Kinder haben dieses Jahr unsere geliebte Frau und mutter verloren - viel zu früh! Seitdem versuche ich meine beiden Kids 17 und 12 über Wasser zu halten.

Die Liebe die uns unsere Mama hinterlies ist unglaublich groß und trotzdem haben wir alle drei unsere Probleme mit dem verabschieden.

Wenn ich ihren Brief lese - übrigens an meinem Geburtstag! - dann glaube ich, dass ihnen Ihre Kinder bestimmt viel Hilfe geben und sie vielleicht doch etwas positiver in die Zukunft denken sollten, denn die brauchen Sie sicherlich genauso wie es meine Kinder tun!

Ich wünsche Ihnen genauso viel Kraft, wie sie es von Ihren Kindern bekommen um diese schwere Zeit überstehen zu können.

Viele Grüße

Günter

08.07.10 23:15
gelistern


Re: ein kleiner ausschnitt aus meinem leben

liebe sandy, ich verstehe dich sehr gut und kann vieles, was du geschrieben hast nachspüren, weil ich es selbst erlebt habe. meine mama wäre heute 88 jahre alt geworden und so kam ich heute mehr oder weniger zufällig auf diese seite. ich war 14 jahre, als meine eltern tödlich verunglückten und ich schickte sie genau wie du " in den urlaub". für meine damalige umwelt natürlich völliger unsinn und du hast die reaktionen selbst verspürt. damals war trauerarbeit noch ein fremdwort und so mußte ich sehen, wie ich zurecht kam ich war dann in zwei familien, wo der aufenthalt auch alles andere als schön war.
mit 35, ich hatte inzwischen meine eigene kleine familie und war eigentlich rundherum glücklich, kam selbst für mich unverständlicherweise eine tiefe depression. ich begann bewußtseins erweiternde literatur zu lesen, bücher über tod, leben nach dem rod und und und, denn auch mich hat keiner davon abringen können, das ich mir so sicher war, meine mama, meine eltern wieder zusehen. dort fand ich meine antworten und entwickelte eine neue für mich überlebenswichtige lebensphilosophie. ich spüre meine mama auch oft um mich herum und spreche mit ihr und erhalte fast immer eine antwort.trotz allem habe ich auch ganz oft eine todessehnsucht in mir und weiß, das ich eigentlich nicht sterben will, nur so nicht mehr leben möchte. meine eltern sind nun seit 39 tagen tod und glaube mir, ich weine noch sehr oft.......bei diesem verlust heilt auch die zeit nicht.
wenn du möchtest, können wir uns gerne mehr und öfters austauschen. ich weiß wie schwer es ist jemanden zu finden, der einen versteht. ich hatte und habe das glück, freunde um mich zu haben, die es wenigstens versuchen und nicht mit einem wink abtun.
eine liebe umarmung für dich
geli

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