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Antwort schreiben | 16.10.07 13:06 Lavinia 

 | Vater oder Mutter verloren Vor fast 7 Jahren haben unsere Eltern uns erzählt, dass sie sich getrennt haben. Keine 2 Jahre danach am 8.6.2002, als ich gerade auf Klassenfahrt war, ist mein Vater im Alter von nur 48 Jahren, während er Joggen war an Kammerflimmern, oder wie die Ärzte so schön gesagt haben: "Plötzlichem Herztod bei Sportlern", einfach aus dem Leben gerissen worden. Da ich gerade 11 jahre alt war, konnte ich nichts verarbeiten. Sein Tod wurde einfach verschwiegen. Es war ein Thema, dass nicht besprochen werden sollte. Jeder hat sich in seine Welt verkrochen. meine älteste Schwester(damals 20) ist direkt nach der Beerdigung in ihre Wohnung zurückgefahren und sich zur Therapie angemeldet. Die andere (damals 16) war schon immer schüchtern und kam fast nie aus ihrem Zimmer und hat versucht sich einzureden, er wäre einfach nur weggezogen. Meine dritte Schwester (damals 13) wurde aggressiv, sie ist druchgedreht und konnte nicht mehr klar denken. Im Verlauf der Wochen nach seinem Tod hab ich kein Wort mehr mit jemandem gewechselt. Und in den letzten Monaten, kamen dafür alle Erinnerungen wieder hoch. Wie ich zuhause angerufen habe und meine Mutter gesagt hatte, dass "Papa nicht zuhause ist" und dass "alles in Ordnung ist". Wie meine Lehrerin zum Hafen gebracht hat und mich gefragt hat: "Wen magst du denn eigentlich lieber, den Papa oder die Mama?" und wie ich mit "Meine Mama" geantwortet habe. Wie ich am Hafen stehe, wie die Fähre anlegt, wie meine Mutter uns entgegen kommt und in den Armen meiner Lehrerin (gute Freundinnen) zusammenbricht, ohne mich überhaupt wahrzunehmen, oder zu beachten. Wie wir für mich Sachen für die Beerdigung raussuchen mussten. Wie mein Vater und Ich mich gestritten haben, bevor ich gefahren bin. Wie er mir als letztes noch gesagt hat: "Ich hab dich lieb, meine kleine Prinzessin." Und wie ich nichts erwiedert habe. Wie ich in der Kapelle direkt vor dem Grab sitze und meine Schwester in den Armen meiner Mutter liegt und nicht aufhören kann zu weinen. Wie ich direkt vor dem Grab stehe und die erste Rose reinwerfen muss. Wie der Freund meiner Mutter es wagt, auf seiner Beerdigung aufzukreuzen. Ich kann nicht verstehen wie das Schicksal es zulassen kann, mir meinen Vater zu nehmen, ohne mir wenigstens die geringste Chance zu lassen ihn zu retten, oder mich wenigstens zu verabschieden...Ich verstehe es nicht... Ich akzeptiere es nicht und ich will es auch nicht akzeptieren... | 01.12.07 01:17 _piinkii_ nicht registriert
 | ich habe mein Vater verloren Meine Eltern Haben am 1.6.1991 geheiratet und sechs Tage später stab mein Papa, in den Flitterwochen von meinen Eltern. Ich war da zwar nicht dabei und war erst 1 Jahr alt, aber ich bin jetzt 17 Jahre alt und komme drüber einfach nicht hinweg das er einfach weg ist und ich nie ihn sehen oder ihn hören kann. Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll. Meine Mama ist darüber hinweg und hat inzwischen einen neuen Freund und sie erwartet von mir das ich auch damit umgehen soll aber ich kann es nicht. Ich fühle mich soo alleine..
Mein Papa wollte immer reiten lernen und sie versuchten es am Strand mit einem Reitleher doch der interessierte sich nicht dafür ob er reiten konnte oder nicht und gallopierte voraus und das pferd auf dem mein Papa saß, das folgte dem. Doch papa konnte sich nicht fest halt und fiel runter. Im Strand lagen Steine und er fiel auf einen mit den Rippen und deshalb bohrten sich drei Rippen in die Lunge und er kam ins Krankenhaus aber überlebte es nicht... | 01.12.07 17:42 Lavinia 

 | Re: Vater oder Mutter verloren Kann ich nur zu gut verstehen. War heute auf dem Friedhof und musste mich wieder an so viel von früher erinnern. Ich weiß nicht, ob du das verstehen kannst, aber mir ist etwas klar geworden: Ich darf meiner Mutter nicht im Weg stehen, wenn sie endlich wieder glücklich wird. Und ich habe eingesehen, dass es sinnlos ist zu kämpfen. Es bringt die Toten nicht zurück und kann ein zerbrochenes Glas nicht wieder zusammenkleben. Wenn das Leben im Arsch ist, dann ist es das und wird es auch bleiben. So hart es ist, ich hab es eingesehen. Versuch also so abartig es auch klingen mag, das alles hinter dir zu lassen. Fang neu an, wenn du das schaffen kannst. Versuch es! | 02.12.07 00:42 _piinkii_ nicht registriert
 | Re: Vater oder Mutter verloren ja ich versuche es ja aber immer wenn irgendwas passiert oder ich andere Jugendliche glückliche mit ihrem Vater sehe werde ich oft traurig. Meine Mama hat ja einen neuen Freund und ich freue mich eigentlich auch für sie nur da ich es nicht gewohnt bin das sie auch zeit für andere Menschen hat und auch braucht fühle ich mich manchmal zurück gelassen/ alleine. Und ich weiß einfach nicht was ich dagegen machen soll. Immer wenn ich mich wieder alleine fühle oder zurück gelassen vermisse ich meinen Vater noch mehr. ich versuche trotzdem mit dem Tod von Papa klar zukommen. Thx für die liebe und aufbauende Nachricht.. | 08.07.08 08:19 Darksun85 
 | Mama, es ist so sinnlos! Nun ist es fünf Wochen her! Bin ich noch ich, bist du noch da, siehst du mich, hörst du mich? Ich weiss es nicht!
Doch eines weiss ich, es ist nicht mehr leben, sondern überleben! Ein Leben ohne die Mutter, die in allem immer das schöne und positive sah, ein Leben ohne Mutter, die immer da war, die einem als letzte Wärme schenkte und diese bedingungslose Liebe, die keiner Aussprache bedurfte. Du hast dir immer Sorgen um mich gemacht, obwohl du wusstest, dass ich der Herrscher über mein Chaos war. Jetzt ist mein Chaos über mir hereingestürzt! Alles ist so sinnlos, alles läuft wie es läuft und ich habe das Gefühl ich habe keinen Einfluss mehr darauf! Ich kann noch nicht einmal mehr Liebe empfinden, mein Mann muss leiden! Er ist der Prellbock für das, was ich nicht in Worte fassen kann und nur du Mama könntest mir sagen was richtig ist!
Der Krebs hatte dich mürbe gemacht, du warst nicht mehr du selbst! Ich sah dich leiden, ich sah dich an dieser schrecklichen Maschine und empfand gar nichts, ich war einfach nur leer! Ein einhalb Jahre hast du gekämpft, wolltest sehen, was aus deinen Töchtern wird, wolltest lieben, wolltest leben, wolltest kämpfen! Doch der Kampf ist nun verloren! Du wurdest uns genommen und damit finde ich mich nicht ab, ich werde Amok laufen, ich werde schreien, beissen, schlagen um gegen das Schicksal zu kämpfen! Ich werde mich nicht damit abfinden!
Es war ein Samstag Mittag, ich war arbeiten, meine Schwester rief mich an, es geht zu Ende! Ich rannte los, fuhr in die Klinik, doch als ich ankam, kam meine Tante auf mich zu, nahm mich in den Arm und sagte: Mama hat es nicht mehr geschafft, sie ist vor zwei Minuten gestorben!
Alles aber auch alles brach zusammen, mein Leben nutzlos und leer! Alles was ich wollte und auch immer noch will, ist bei dir zu sein, zu lachen und zu weinen, gemeinsam mit meiner Mutter!
Du lagst da, so friedlich, so schön! Doch dein Körper wurde immer kälter und jeder sagte nur, das wird schon wieder, Kopf hoch! Nichts wird schon wieder, es brich alles zusammen wie ein Kartenhaus und ich werde es auch nicht versuchen zu retten! Denn das wichtigste in meinem Leben wurde mir genommen und nun bleibt nur eines zurück! Ein Eisklotz und der bin ich! | 08.05.10 20:12 xyry 
 | Re: Vater oder Mutter verloren Ist jetzt schon ne Zeit her, dass du das geschrieben hast.. Ich hab meinen Papa 2006 verloren. Er war ALLES für mich. Ich kann dich so verstehen! Ich schau seitdem das Leben an, wie in einem Film. Ich fühl mich als Zuschauerin, Außerirdische, die zwar mitmacht, so gut sie kann, aber in Wirklichkeit darauf wartet, bis sie auch abgeholt wird.. Im Moment fühl ich das zumindest so. Es gibt auch Momente, in denen ich das vergesse oder verdränge, aber es holt mich immer wieder ein. Ich bin 27. Mein Trost ist, dass andere mit mir die Last dieses Leidens, der Trauer mittragen, indem sie einen ähnlichen Schmerz empfinden.
Liebe Grüße an alle Aliens.. | 08.08.10 23:21 Vero 
 | Re: Vater oder Mutter verloren Hallo ich bin neu hier habe hier schon einiges gelesen und kann jeden verstehen der hier was geschrieben hat!! Ich habe meinen Vater 2001 im Alter von 66 jahren auch verloren er hat Tumore im Kopf und in der Lunge gehabt die Kopf OP hat er gut überstanden die Lungen OP leider nicht das er starb ist nu schon einiges her er fehlt mir auch noch sehr denke sehr oft an ihn und an die schönen zeiten mit ihm meinen geschwistern und meiner mutter...!! Vor ein paar monaten ist nun noch mein Onkel verstorben er ist grad Rentner geworden hatte auch noch so viel vor und dann hat man ihn einfach tod im bett gefunden!!..........Leider ist nun auch vor paar wochen meine mutter gestorben sie hat brustkrebs gehabt war viel im Krankenhaus hab sie bis zu letzt sehr viel gesehen war viel bei ihr hatten noch so viel spaß haben viel gelacht aber auch viel geweint und nun ist sie nicht mehr da ich habe zwar meine kleine Familie nun selber aber ich fühl mich so leer sie fehlt mir so möchte am liebsten aufwachen denke das ist nur ein böser traum ein traum der nie aufhört noch gruseliger zu werden!! Ich habe Angst das auch nun der rest der Familie ausseinander bricht weil das Oberhaubt nicht mehr da ist ( Habe noch 6 geschwister ich bin mit meinen fast 37 jahren die jüngeste und habe so das gefühl das ich eigendlich die einziegste bin die so fühlt!! Ich habe Angst das ich mein leben nicht hin bekomme so wie es sein soll eigendlich denn ich habe Eptileptische anfälle und irgendwie war meine mutter immer für mich da auch wenn ich mit meinem Freund zusammen wohne aber sie war da und nun............ ich weis nicht mehr was ich denken oder fühlen soll denn sie fehlt mir so. KANN MAN DIE ZEIT NICHT ZURÜCK DREHEN UND ALLES WIRD WIE FRÜHER!!
lg Vero
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